Besinnliches
In dem Augenblick
In dem Augenblick,
in dem man sich endgültig einer Sache verschreibt,
bewegt sich die Vorsehung auch.
Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären,
geschehen, um einem zu helfen.
Ein Strom der Ereignisse wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung
und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle,
Begegnungen und materielle Hilfen, die sich kein Mensch
vorher je hätte erträumt haben könnte.
Was immer Du kannst, beginne es. Jetzt!
Johann Wolfgang von
Goethe
(folgendes Foto von Kunstzirkus_pixelio.de)
Was wir sein werden
von Uli Schaffer
Die neuen Menschen sind schon unter
uns.
Mit ihrem Leben arbeiten sie an einer neuen Wirklichkeit
und wollen sie mit uns teilen.
Der neue Mann und die neue Frau
werden nicht das Bedürfnis haben,
gebraucht zu werden, und doch wird die Welt sie brauchen, um zu überleben.
Sie werden gelernt haben, in sich
vollständig zu sein.
Da wird keine Rede von der besseren Hälfte sein und kein Wunsch, jemanden oder
etwas zu gehören, um wertvoll zu sein.
Sie werden der Konkurrenz absagen,
großzügig sein und Situationen schaffen,
in denen alle gewinnen.
Sie werden in der sichtbaren Welt
zu Hause sein,
sowie in der Welt, die nur mit den Augen der Hoffnung zu sehen ist.
Sie werden allem, das Leben fördert, verbunden sein.
Sie werden wissen, dass die Zeit
kostbar ist,
und trotzdem nicht unruhig und ungeduldig werden.
Sie werden realistisch sein und doch die Hoffnung nicht verlieren.
Sie sind
Menschen der Wahl und der Selbstbestimmung.
Sie lassen sich nicht von anderen leben und leben nicht das Leben anderer.
|
|
 |
|
| ( Foto: AngelaL_pixelio.de)
Sie haben ihr Leben gewählt.
Sie haben sich für Werte entschieden und sie nicht nur geerbt.
Sie haben ihre Sorge für den Einzelnen
mit der Sorge für die Welt verbunden
und opfern die eine nicht für die andere.
Sie werden die Hilflosen ehren und
den Leidenden helfen.
Sie werden mit ihrem Wesen wissen, dass wir eine unzertrennliche Familie sind.
Sie wissen, dass alle wahre Veränderung
die Veränderung des Herzens ist,
und lassen sich so nicht mit Sprüchen und Lobreden fangen.
Ihr Leben ist ausgewogen, aber
nicht ohne Leidenschaft
und doch nicht nur ihren Gefühlen unterworfen.
Sie begreifen, dass regieren dienen
heißt und echt sein verantwortlich zu werden heißt.
Sie verstehen, dass hassen morden ist, erst sich selbst und dann das, was man
hasst.
Sie werden durchschauen, was keinen
bleibenden Wert hat, und es nicht für sich wählen.
Sie werden ihr Leben nicht anfüllen mit dem, was sie entleert und von dem
ablenkt, was ihnen wichtig ist.
Sie werden keine Angst vor der
Angst haben,
weil sie schon lange wissen, dass Einsichten aus der Angst erwachsen können
und Einsicht oft der erste Schritt zur Veränderung ist.
Ihre Angst lähmt sie nicht, aber
sie gibt ihnen eine Dringlichkeit, in der sie sorgfältig und genau arbeiten,
mitten in ihrer Vision für eine bessere Welt.
Sie lassen sich nicht entmutigen
von dem Gedanken der Erbsünde,
weil sie an den Erbsegen glauben.
Ihr Gott hat eine grenzenlose Leidenschaft für die Welt,
und von Gott lernen sie diese Leidenschaft.
Ihr Leben besteht aus einem Stück.
Sie können nicht hier hassen und dort lieben,
sie können nicht gleichzeitig verachten und fördern,
sie können nicht blind für eine und unaufmerksam für eine andere Sache sein,
weil sie schon lange begriffen haben, dass alles miteinander verbunden ist,
weil wir nur ein Herz in uns tragen.
|
|
zu Vegetarismus
Albert Einstein:
„Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der
Schritt zur vegetarischen Ernährung."
Christian Morgenstern:
„Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst
töten müsste, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Unermessliche steigen."
Pythagoras:
„Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen zurück."
Mahatma Gandhi:
„Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns
verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer
körperlichen Verlangen zu töten."
Albert
Schweitzer:
„Meine Ansicht ist, dass wir, die für die Schonung der Tiere eintreten, ganz
dem Fleischgenuss entsagen und auch gegen ihn reden. So mache ich es selber."
|
©Rolf-Handke / pixelio
|
|
Das ist die eigentliche Revolution, die wir Menschen
herbeiführen müssen: die Revolution der Liebe. In dieser Erfahrung liegt die
Rettung unserer so zerrissenen Welt. Diese Liebe kann niemanden ausschließen,
aus dieser Liebe kann niemand herausfallen, nicht einmal der Mörder, der
Terrorist oder der Kriegsverbrecher.
(Willigis Jäger, Über die Liebe, 160 S., 15,95 Euro, Kösel Verlag 2009, ISBN 9783466368426)
|
©Kunstzirkus / pixelio
|
|
Du bist zuständig allein für das Tun,
niemals aber für die Früchte des Handelns.
Dein Motiv soll nie die Frucht des Handelns sein,
hafte aber auch nicht an der Vorstellung vom
Nicht-Handeln an.
(Bhagavad Gita II,4)
|
©Kunstzirkus / pixelio
|
|
Gebet
der Vereinten Nationen
Gott, unsere Erde ist nur
ein kleines Gestirn
im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus
einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe
nicht von Kriegen
gepeinigt werden,
nicht von Hunger und
Furcht gequält,
nicht zerrissen sind in
sinnloser Trennung
nach Rasse, Hautfarbe
oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die
Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und
Kindeskinder
einst mit Stolz den Namen
Mensch tragen können.
|
©Uwe Kunze /pixelio
|
Wenn der Wind des
Wandels weht,
bauen die einen Schutzmauern,
die anderen bauen Windmühlen.
(Chinesisches Sprichwort)
|
© Bernd-Peters / pixelio
|
Ich weiß sehr gut,
dass wir noch
ganz am Anfang stehen.
Aber ich bin stolz darauf,
unterwegs zu sein,
auch wenn ich
persönlich vielleicht nie ankomme.
Wer den Weg kennt, wird nicht müde.
(Wangari Maathai,
Friedensnobelpreis-Trägerin 2004)
|
© Jessy-Seywald / pixelio
|
Lasst uns unsere
Zeit so gestalten,
dass man sich an sie erinnern wird
als an eine Zeit, in der eine neue Ehrfurcht vor dem Leben erwachte,
in der nachhaltige Entwicklung entschlossen auf den Weg gebracht wurde
und als eine Zeit
der freudigen Feier des Lebens.
(Schlusssatz der ErdCharta)
|
© Stefanie-Junker /pixelio.de
|
Beginne damit, das
Nötige zu tun.
Dann tue das Mögliche.
Und plötzlich tust Du das Unmögliche.
(Quelle unbekannt)
*****************************************************************
Das Ideal
von Kurt Tucholsky
Ja, das möchste:
Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse,
vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße;
mit schöner Aussicht, ländlich-mondän,
vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn -
aber abends zum Kino hast du's nicht weit.
Das Ganze schlicht, voller Bescheidenheit:
Neun Zimmer - nein, doch lieber zehn!
Ein Dachgarten, wo die Eichen drauf stehn,
Radio, Zentralheizung, Vakuum,
eine Dienerschaft, gut gezogen und stumm,
eine süße Frau voller Rasse und Verve -
(und eine fürs Wochenend, zur Reserve) -
eine Bibliothek und drumherum
Einsamkeit und Hummelgesumm.
Im Stall: Zwei Ponies, vier Vollbluthengste,
acht Autos, Motorrad - alles lenkste
natürlich selber - das wär ja gelacht!
Und zwischendurch gehst du auf Hochwildjagd.
Ja, und das hab ich ganz vergessen:
Prima Küche - erstes Essen -
alte Weine aus schönem Pokal -
und egalweg bleibst du dünn wie ein Aal.
Und Geld. Und an Schmuck eine richtige Portion.
Und noch ne Million und noch ne Million.
Und Reisen. Und fröhliche Lebensbuntheit.
Und famose Kinder. Und ewige Gesundheit.
Ja, das möchste!
Aber, wie das so ist hienieden:
manchmal scheints so, als sei es beschieden
nur pöapö, das irdische Glück.
Immer fehlt dir irgendein Stück.
Hast du Geld, dann hast du nicht Käten;
hast du die Frau, dann fehln dir Moneten -
hast du die Geisha, dann stört dich der Fächer:
bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.
Etwas ist immer.
Tröste dich.
Jedes Glück hat einen kleinen Stich.
Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten.
Daß einer alles hat:
das ist selten.
(1927)
Gerne übernehmen wir auch "Fundstücke" von Euch, die Ihr bitte
an
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
schickt.
|