3. Ganzheitlich leben PDF Drucken

Eine ganzheitliche Geisteshaltung

Die kapitalistische Wirtschaft kann sich bisher auf unser inneres, oft unbewusstes Einverständnis mit dem Konsumismus verlassen. Ein Aufbruch aus dem zugrundeliegenden Materialismus erfordert geistige Alternativen und Kraftquellen, die vom herrschenden technisch-ökonomischen Kulturmuster unabhängig sind und eine neue, ganzheitliche Lebensweise ermöglichen.

Wir können:

  • uns Zeiten und Räume der Stille schaffen und für Abstand von der alltäglichen Reizüberflutung, von Hektik und Stress sorgen. Mit regelmäßigen Übungen z.B. von Meditation, Gebet, Yoga, Qi Gong, Autogenem Training, Eurythmie o.ä. können wir Körper, Geist und Seele Gutes tun.

  • unser Verhalten orientieren an Ehrfurcht vor allem Leben, Gewaltfreiheit, Wahrhaftigkeit, Versöhnungsbereitschaft, Mitgefühl, Toleranz sowie Achtsamkeit in allen Situationen.

  • unsere Kreativität entfalten, indem wir selbst schreiben, gestalten, Musik machen, Theater spielen, Gebrauchsgegenstände herstellen und neue Formen erfinden für Spiele und Feste.

  • den extremen Individualismus der Neuzeit überwinden, indem wir uns dessen bewusst werden, dass wir mit anderen Menschen, mit allen Lebewesen, mit Luft, Wasser, dem Planeten Erde und der Energie der Sonne unauflöslich verbunden sind. Solches Bewusstsein weckt in uns große Dankbarkeit, lässt uns umfassendes Glück erfahren und führt uns in tiefe Liebe zu Menschen, Tieren, Pflanzen und allem, was ist.

  • mehr Aufmerksamkeit auf unsere Beziehungen mit unseren nächsten Angehörigen, FreundInnen und KollegInnen richten. Besonders wollen wir Zuhören und das Verstehen der anderen üben, Konflikte ohne Gewalt lösen und im Verhältnis zwischen Frauen und Männern sensibler werden für die immer noch bestehenden patriarchalen Muster. Kinder, Jugendliche, Behinderte und alte Menschen wollen wir mit ihren jeweils besonderen Bedürfnissen wahrnehmen.
    Durch die vielen Möglichkeiten von Mediation, Supervision, Selbsterfahrung und Therapie wollen wir uns unterstützen lassen bei der Heilung und Vertiefung unseres Selbstverständnisses und unserer Beziehungen.

  • unser Verständnis von Glück und Sinn nicht mehr von Einkommen und Besitz bestimmt sein lassen, sondern von nicht-materiellen Werten wie Liebe, Freude, innerer Frieden, Schönheit, Sinnlichkeit. Aber auch Schmerz, Krankheit und Sterblichkeit wollen wir in unser Verständnis von Leben einbeziehen.

  • uns zurückbesinnen auf die wertvollen Elemente der christlichen Religion oder der abendländischen Philosophie; wir können ebenso von nicht-europäischen Geistestraditionen und von allen Religionen lernen, insbesondere von der mystischen Spiritualität, an der fast alle Religionen Anteil haben.

Die Erd-Charta-Bewegung

Die Erd-Charta versteht sich als eine inspirierende Vision grundlegender ethischer Prinzipien für eine nachhaltige Entwicklung und als Grundlage für einen verbindlichen Vertrag der Völker auf der ganzen Welt. Mehr als 100.000 Menschen aus allen Völkern und allen Minderheiten der Welt, aus allen Religionen und aus mehr als 1000 Nichtregierungsorganisationen waren an ihrem Entstehungsprozess beteiligt. Grundlegend sind die Achtung vor der Natur, die allgemeinen Menschenrechte, soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine Kultur des Friedens. Nur in globaler Partnerschaft und in gemeinsamer Verantwortung können umfassende Lösungen gefunden werden. Etwa 10.000 Organisationen und Gruppen, die mehr als 50 Millionen Menschen repräsentieren, haben bis heute die Erd-Charta unterzeichnet. Der globale Dialog, aus dem die Erd-Charta entstanden ist, muss vertieft und ausgedehnt werden. In einer weltweiten Initiative soll die Erd-Charta die Bürger und Bürgerinnen dieser Erde anregen, einen breiten Dialog über gemeinsame Werte zu führen und sich darüber zu verständigen, wie sie in einer nachhaltigen und friedlichen Weise zusammen leben wollen. Fordere auch Du die Erd-Charta an, unterzeichne, und trage zu ihrer Verbreitung bei, damit diese Gedanken eines Tages zu einem die Völker verbindenden Vertrag werden.

Anschrift:

Deutsche Koordination:
Ökumenische Initiative Eine Welt e.V., Mittelstr. 4, 34474 Diemelstadt-Wethen,
Tel: 0 56 94 - 14 17, Fax: - 15 32,
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Internet: www.oeiew.de

Internationales Sekretariat:
Earth Charter International, c/o Earth Counci
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Internet: www.earthcharter.org


Weltethos-Bewegung

Am 4. September 1993 hat das Parlament der Weltreligionen in Chikago eine Erklärung zum Weltethos verabschiedet. Diese Erklärung will jenes Minimum an ethischen Werten, Gesinnungen und Haltungen herausstellen, das zum Überleben der Menschheit notwendig und in allen Religionen enthalten ist. Es sind die folgenden vier uralten Richtlinien, die sich in den meisten Religionen der Welt finden:
Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und die Ehrfurcht vor allem Leben, Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Weltwirtschaftsordnung, Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit, Verpflichtung auf eine Kultur der Gleichberechtigung und der Partnerschaft von Mann und Frau. Alle Menschen, ob religiös oder nicht, werden aufgefordert, diesen grundlegenden Werten in ihrem Leben Ausdruck zu geben, damit das Verständnis füreinander wächst und sozialverträgliche, friedensfördernde und naturfreundliche Lebensformen das Leben bestimmen. Bestellen Sie die "Erklärung zum Weltethos" und lassen Sie sich inspirieren (s. Material). Sie können auch die Stiftung "Weltethos", gegründet von Prof. Hans Küng und Graf K.K. von Groeben, unterstützen, die Forschung, Bildung und Begegnungen im Sinne dieser Erklärung fördert.

Anschrift:

Stiftung Weltethos, Waldhäuserstr. 23, 72076 Tübingen
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Internet: www.weltethos.org
s.a.: www.al.lu/projects/weltethos/


Tiefenökologie

Die Tiefenökologie ist eine geistige Strömung, die auf der Einsicht beruht, dass alles Leben aus einem wechselseitigem Zusammenwirken entstanden ist und nur in Kooperation fortbestehen kann. Sie sieht die Erde als einen lebendigen Organismus, in dem wir Menschen ein Teil sind und eine besondere Verantwortung haben. Gleichzeitig ist Tiefenökologie eine internationale Bewegung für soziale und ökologische Veränderungen, die auf einer tiefen Veränderung unseres Bewusstseins im Sinne eines bewussten "in-Beziehung-Seins" mit allem Lebendigen beruht. In den Publikationen und Seminaren der Tiefenökologie werden neue Perspektiven und Erfahrungsräume eröffnet, indem den Fragen nachgegangen wird, was und wer wir sind, woher wir kommen, wo unser Platz im großen Zusammenhang des Lebens ist und was unsere Verantwortung als ZeitzeugInnen und ZeitgenossInnen in dieser Phase der Entwicklung ist. Sie fördern das ganzheitliche persönliche Wachstum, indem nicht nur das Erkenntnisinteresse, sondern auch die Gefühle sowie die spirituellen Wahrnehmungen und das Alltagshandeln angesprochen werden. Die Tiefenökologie ist eine sehr wirkungsvolle Anleitung, aus einer tiefen inneren Überzeugung für eine zukunftsfähige Entwicklung zu handeln.

Anschrift:

Gesellschaft für angewandte Tiefenökologie, Gabi Bott, Ökodorf Sieben Linden, 38486 Poppau, Tel. 039000-90862
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Internet: www.tiefenoekologie.de
s.a.: www.tiefenoekologie.ch, www.deepecology.de


Holon-Netzwerk

ökologisch, sozial, spirituell, politisch, kreativ

In diesem internationalen Netzwerk verbinden sich ökologisch-spirituelle Zentren, Organisationen, Lebensgemeinschaften und Einzelpersonen, vor allem aus der Schweiz und Deutschland, sowie aus Belgien, Frankreich, Italien und Österreich zu einem europäischen Netzwerk, um ganzheitliches Denken und Handeln zu fördern. Ein einwöchiges Treffen einmal im Jahr, die vierteljährliche dreisprachige Zeitschrift "Holon Journal" sowie regionale und thematische Gruppen dienen dem Austausch und der Koordination (s.a. Material: Baulieu-Gruppe: "Aufbruch von innen")

Anschrift:

Holon - Sekretariat, Weinbergstr. 47, CH-8802 Kilchberg,
Tel. 00 41 - 17 71 77 31
Internet: www.holon.ch


Das weltweite Netz der kulturell Kreativen

Vor drei Jahren erschien in den USA die Studie von Paul Ray und Sherry Ruth Anderson: "The Cultural creatives - How 50 Million People can change the world" ("Die kulturell Kreativen - wie 50 Millionen Menschen die Welt verändern können"). Die Studie zeigt, dass seit etwa 10 bis 15 Jahren in den USA eine kulturelle und soziale Strömung am Wachsen ist, die sich an neuen Werten orientiert und nach entsprechenden Lebensformen sucht. Die Haltung ihrer Mitglieder ist gekennzeichnet durch Interesse an (spiritueller) Selbstverwirklichung, Wertschätzung von Beziehungen und ökologischer Lebensweise, engagierter Anteilnahme an der Welt. (Ray / Anderson). Das Erstaunliche ist, dass diese Gruppe der kulturell Kreativen 29% der amerikanischen Bevölkerung umfasst, das sind ca. 50 Millionen Menschen. Für Europa wird mit einem ähnlich großen Anteil gerechnet.
In Deutschland haben sich, inspiriert und ermutigt von dieser Studie, mehrere Zeitschriften zu der "Mediengruppe der kulturell Kreativen" zusammengeschlossen, um mit gegenseitiger Unterstützung, eine lebendige Auseinandersetzung mit den wichtigen Fragen der Gegenwart zu führen. Es geht ihnen vor allem darum, ein integrales Verständnis der Vielfalt der Welt zu gewinnen durch eine tiefer reichende Aufarbeitung gesellschaftlicher, wissenschaftlicher sowie persönlicher Themen. (Mediengruppe). Zu der Mediengruppe der Kulturell Kreativen gehören die Zeitschriften: Hagia Chora, Info3, Kurskontakte / eurotopia, Mensch, Novalis, Spuren, Tattva Viveka, Transpersonale Perspektiven, ZeitGeist, Zeit.Punkt (s.a. Material).

Anschrift:

Mediengruppe Kulturell Kreative, c/o Medien und Events, Danzigerstr. 121, 10407 Berlin,
Tel. 0 30 - 42 80 31 55, Fax 0 30 - 92 09 45 43
e-mail: info@kulturkreativnet
Internet: www.kulturkreativ.net


Forum Umwelt & Entwicklung

Anschrift:

Am Michaelshof 8-10, 53177 Bonn,
Tel: 02 28 - 35 97 04, Fax: 02 28 - 92 39 93 56
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Internet: www.forumue.de